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Mein Weintipp | Nicole im April 2024



Nicole Siener

Als größtes Riesling Anbaugebiet der Welt gilt die Pfalz, was mich aber nicht davon abgehalten hat, dem Riesling eher skeptisch gegenüberzustehen. Spitze Säure, manchmal ein zu herbes Aromenspiel und vielleicht einfach die Tatsache, dass er als Wein und Rebsorte so weit verbreitet und bekannt bei uns ist, haben mich bisher nicht zur Freundin des Rieslings werden lassen.

Mein Interesse gilt überwiegend den Piwi-Sorten, unkonventionellen Verarbeitungsmethoden sowie den Naturweinen. Es ist immer wieder spannend, welche neuen Ausdrucksformen der Weine dabei entstehen können.

Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deshalb…) habe ich Freude am Schulhaus Riesling gefunden! Er wird im Holz ausgebaut, was für einen Riesling ungewöhnlich ist, und der Weinberg, umgeben von einem Steingemäuer, genießt ein besonderes Mikroklima.Beim Probieren erinnert mich sein Geruch an reife Birne und Nuss sowie Brioche Aromen, die sich schon mit der Nase erahnen lassen. Im Geschmack fällt mir zuerst seine Cremigkeit und die Noten von Bittermandel auf. Danach zeigt sich wieder die reife Birne, die dann einer weichen Säure den Abgang überlässt, der noch angenehm nachklingt.Danach läuft einem wortwörtlich das “Wasser im Mund zusammen” und macht Lust auf den nächsten Schluck! Im Gesamtbild ist es für mich ein weicher, runder Wein mit Harmonie, der immer noch die Charakteristik eines Rieslings aufweist.

Mit dem Schulhaus Riesling und seinen harmonischen Aromen setze ich dem launischen April den perfekten Kontrapunkt entgegen. Wenn er dann noch ein schönes Spargelrisotto, oder eine Maishähnchenbrust, begleitet, ist der Abend perfekt. Zum Wohl!

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